Nonnenroth (de). Die 365 Tage Einsatzbereitschaft nahm die Freiwillige Feuerwehr Nonnenroth wortwörtlich: Das Jahr 2024 war keine 43 Minuten alt, da rückte sie zu ihrem ersten Einsatz aus. Es ging ins Nachbardorf Villingen zu einer unklaren Rauchentwicklung. Der letzte von 14 Einsätzen wurde am 31. Dezember nachmittags absolviert, als aufgrund von Eisregen ein Baum auf einen Gastank zu fallen drohte.
Der stellvertretende Wehrführer Maximilian Bock berichtete von vier Neueintritten in die Einsatzabteilung. Aufgrund von vier Abgängen blieb die Stärke gleich. 23 Männer und zwei Frauen sind aktiv. Höhepunkte im Jahr waren die Ganztagsausbildung am 7. September sowie die Schutzbereichsübung an der Scheune von Hoppe. Donnerstags wurde unter Leitung von Burkhard Hoppe Dienstsport absolviert. Bock lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kernstadt bei Übungen.
Janik Metzger wurde zum neuen stellvertretenden Jugendwart gewählt. Jugendwart Lukas Momberger berichtete, dass man beim Kreisentscheid in Hungen dritter wurde und sich so für die Hessenmeisterschaft in Alsfeld qualifizierte. Dort erreichte man bei den Staffeln den 18. Platz. Aufgrund von Übergängen in die Einsatzabteilung schrumpfte die Abteilung auf drei Jugendliche.
Die Alters- und Ehrenabteilung zählt aktuell 16 Mitglieder. Norbert Leipold berichtete von zehn Stammtischen und einer Jahresabschlussfeier.
Der stellvertretende Stadtbrandinspektor beförderte Justin Hoppe zum Hauptfeuerwehrmann und Bernd Wirth zum Oberlöschmeister. Metzger und Lukas Hennecke fehlten zudem nur bei einer Übung, Noel Hoppe und Lukas Momberger waren bei 16 Übungen anwesend.
Bürgermeister Rainer Wengorsch lobte die „gewohnt gute Arbeit“ der Feuerwehr Nonnenroth. Zu den Umbauplänen fand vergangene Woche ein Termin mit den Mandatsträgern vor Ort statt, bei dem die Defizite des Gebäudes deutlich wurden. „Jeder hat erkannt, dass eine Anpassung baulicher Art notwendig ist. Die Sicherheit und Gefahrenabwehr gibt es nicht zum Nulltarif.“
Ortsvorsteher Werner Leipold berichtete ebenfalls von der Gesprächsrunde, bei der auch die Feuerwehrhäuser in Rabertshausen, Steinheim und Rodheim Thema waren. Leipold sagte, dass es für die Mandatsträger wichtig sei, nicht nur über Summen zu entscheiden, sondern sich auch zum Feuerwehrwesen schlau zu machen. Aktuell sei geplant, einen Anbau auf Stelzen in den See zu errichten.
Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Schmidt lobte die stabile Zahl der Aktiven und das gute Ausbildungsniveau. „Der Umbau ist darum mehr als berechtigt.“ Zudem lobte er die Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren Nonnenroth und Villingen.
Im Nonnenröther Vereinsring hatte im vergangenen Jahr der Feuerwehrverein den Vorsitz. Das 30. Dorffest an Himmelfahrt war dabei ein Höhepunkt, wie Präsidiumsmitglied Eric Steinbach nun auf der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins berichtete.
Auch der Tag der Feuerwehr am ersten Juliwochenende fand große Resonanz. Wobei es nicht bei einem Tag blieb: Am Freitag wurde zum Weinfest mit italienischem Fingerfood geladen, am Samstag bei der Jahreshauptversammlung treue Mitglieder geehrt und am Sonntag der eigentliche Tag der Feuerwehr mit Fahrzeugausstellung, Kuchen und Gegrilltem gefeiert.
Aus den Einnahmen des Tags der Feuerwehr als auch den Mitgliedsbeiträgen konnte einiges an Material für die Einsatzabteilung angeschafft werden, darunter spezielle Ausrüstung für Unfälle von Elektroautos. Justin Hoppe und Noel Hoppe wurde für die Pflege der Homepage gedankt.
Der Vereinsvorstand ehrte für 25 Jahre Mitgliedschaft Wolfgang Anders und Alexander Bopp, für 50 Jahre Michael Metzger, Burkhard Schmidt, Georg Wahl und Eckhardt Wahl sowie für 60 Jahre Bernd Hoppe, Dieter Stark, Heinz Weiß und Edmund Seipp.